Tag 5 im Rückblick | #paminablog

Ein Sonntag wie aus dem Radtourenbuch. Heute hat sich Irgendlink  nach einigen Herausforderungen einen Weg durch die Schwarzwälder Berge erradelt.

„Das Fahrrad glänzt im Gegenlicht. In Nordmulden liegt Schnee. Tauwasser sammelt sich, läuft ab, plätschert. Ein Zitronenfalter irrt umher.“ So twitterte er heute Nachmittag vom Schwarzwaldradweg.

Im Gasthof zur Linde in Dobel hat er sich für diese Nacht ein Zimmer genommen.

Das heutige Wegstück könnt ihr hier gucken.

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Die folgenden Bildkommentare sind von Irgendlink:

Der vermutlich höchste Punkt meiner Reise ist der Weithäusleplatz ca. fünf Kilometer südlich von Dobler. Ab dem Murgtal bei Gernsbach gings nur bergauf bis dahin. Geschätzt ca. 800 Meter hoch.

In Kuppenheim stößt meine Pamina-Rundroute auf den Radweg Tour de Murg, der entlang der Murg über Gaggenau in den Schwarzwald führt. Beängstigend drohen die Berge und geben mir das Gefühl, in eine Falle zu radeln. Leider soll dieses Gefühl nicht trügen.

In Oberndorf kurz vor Gaggenau hütet die gestrenge Frau Sauhirtin etliche Schweine. Ich lasse es mir nicht nehmen, auf den Bronzen ein Selfie zu machen. In Gedanken an den Zweibrücker Sauplacken auf dem Hallplatz, der eine ganz ähnliche Konstellation zeigt.

Die Murg hat über die Jahrtausende harten Fels ausgewaschen. Am sandigen Ufer wächst Gras und liegt allmögliches Treibgut.

In Gernsbach an der Murg zieren bunte Schaufensterpuppen das Straßenbild.

Dann wirds happig. Welpenschutz genießend fährt der Schwarzwaldradwegradler durchs idyllische Igelbachtal nach Loffenau, um sodann auf hoch von Motorrädern und Cabrios frequentierter Straße vier Kilometer aufwärts radelnd gemartert zu werden. Doch nicht genug. Eine Waldstrecke, an deren Beginn nicht umsonst ein Schneekettenpflicht-Schild steht, bringt abartige Steigungen, denen man nur mit Schieben begegnen kann. Bei der Plotzsägmühle (Suchmaschinenempfehlung) bietet eine Bachquerung die Chance zum Schuhe reinigen.

Die Höhenmeter gehen ins Land. Ab etwa 700 Metern liegt in den Nordmulden Schnee. Das Rad mit den schmalen Tourenreifen muss ich kilometerweit aufwärts schieben, was die Tagesetappe beängstigend längt. Ich bin mutterseelenallein.

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Liebe Grüße aus der Homebase
Eure Sofasophia

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